Beck, Ludwig Maria

Das Kasperlbuch

Mit 11 ganzseitigen Farbbildern und 15 Seiten lustiger Verserzählung.

32 Seiten, Halbleinen, Format 22 x 28 cm, Fadenheftung

€ 14,95 [D] € 15,40 [A] SFr 25,50
ISBN 978-3-87410-110-3

Leseprobe  Biographie

Der frechste Kasperl auf der Welt
Der Kasperl ...
... im Wirtshaus
... im Gefängnis
... bei seiner Großmutter
... hat ein schlechtes Gewissen
... will fortlaufen
... begegnet dem Teufel
... wird ein braver Mann
... trifft einen Schmetterlingsfänger
... geht mit ihm nach Afrika
... wird fast von den Menschenfressern gekocht
... läuft davon bis an den Nil
... reitet auf dem Krokodil
... das ein böser Räuber erschießt
... fängt den Räuber
... liefert ihn dem Schutzmann ab
... der Bürgermeister bringt ihn zum König
... wird belohnt und zum Essen eingeladen
... vergißt, daß er beim König zum Essen eingeladen ist
... und läuft mit dem Beutel voll Gold
... lieber nach Haus zur Gretel.

Leseprobe:

Ach, wie ist es auf der Welt
Oft recht traurig mit dem Geld!
Mancher lebt in Saus und Braus,
Wirft zum Fenster es hinaus,
Andre wieder haben nichts,
Gar am Nötigsten gebricht's,
Andre es zusammenscharren,
Wieder andre niemals sparen,
Selbst wenn sie es nötig hätten,
Geben ihre Federbetten
Fürs Vergnügen zum Verkauf.
Wenn die Schulden dann zu Häuf
Sie erdrücken, ist's zu spät,
Seufzt man: „Ach, wenn ich nur
hätt'
Dies getan, das unterlassen..."

Ja, mit Geld ist nicht zu spaßen,
Sagt der brave Bürgersmann,
Dreht sich um und geht sodann
Emsig seiner Arbeit nach.
Über seinem Kopf das Dach
Ist gedeckt, weil er solid
Immer nach dem Rechten sieht. -

Kinder, heute sollt ihr sehn,
Wie 's dem Leichtfuß kann ergehn,
Wenn er gar nicht sparen kann.
Traurig fängt der Morgen an,
Auf dem Tisch sitzt so ein Tropf,
Seine Hand faßt an den Kopf,
Und er sagt: „Ach, das Malheur,
Nicht ein einz'ger Pfennig mehr
Ist in meinem Beutel drin,
Wo ist alles kommen hin ?"
Jeder diesen Leichtfuß kennt,
Kinder, Kasperl man ihn nennt.
Kinder, seht nur her genau:
Gretel, seine arme Frau
Seufzt und weint gar bitterlich:
„Kasperl, lernst du's niemals nicht,
Kasperl, denkst du nimmer dran:
Alles hast du ja vertan,
Hast's verspielt und hast's verfressen-
Ewig bist im Wirtshaus gsessen,
Mit den Freunderln hast's verlumpt
Und aus Leichtsinn noch verpumpt.
Nichts hast gspart, jetzt ist's am End.
Schreit der Kasperl: „Zaprament!
Da drin halt ich s nimmer aus!"
Und zur Tür rennt er hinaus.
Kinder, Kinder, kommt und seht,
Gradaus er ins Wirtshaus geht!
Tut als wie ein reicher Mann,
Schafft dem Wirt ganz einfach an:
„Bringst, Wirt, gleich mir eine Maß,
Recht gut eing'schenkt, frisch vom
Faß...

Biographie

Ludwig Maria Beck, 1905 * München, starb 1984 in Gauting. Ab 1924 verschiedene Kunstschulen. 1931 Ausstellung im Glaspalast, Vernichtung der ausgestellten Bilder beim Brand desselben. Bis 1933 Illustrationen für Zeitschrift „Jugend", freier Mitarbeiter des „Simplizissimus" bis zu dessen gewaltsamen Ende durch die Nationalsozialisten, dabei Verlust der Originale. Fortan Schriftsteller, freier Lektor, Verlagsgrafiker, Illustrator (Herder u. a.). 
Ab 1940 freier Maler in Gauting. Schreibt und illustriert daneben seine eigenen Bücher: „Kleine schwere Welt", „Das Kasperlbuch", „Das Pferdchenbuch" (Text: Hellmut von Cube), „Ein Jahr in unserm Garten", „Bestiarium Humanum oder Spiegelkabinett des Allzumenschlichen" (Text: Hellmut von Cube), Herausgebertätigkeit. Kinderzeitschrift „Der Buchfink" (Herder). Ab 1957 Malreisen nach Terracina, Jugoslawien, Spanien, Avignon, Basel und in Deutschland. Ab 1971 Lehrer an der Blocherer-Schule, München, Malereiklasse. 1977 Bundesverdienstkreuz.

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