Aigner, Toni

Die Chronik von Andechs und der frühe Buchdruck
Band 1 der Edition Andechs

96 Seiten, Klappenbroschur, Fadenheftung
€ 14,80 [D] € 15,20 [A] SFr 25,00
ISBN 978-3-87410-120-2

Ein kleiner, in einen marmorierten Pappeinband gebundener, undatierter Frühdruck, wurde bei der Aufhebung des Klosters Andechs im
Jahre 1803 von der staatlichen Bücherkommission übersehen und blieb zurück. Man erfährt daraus von Heiligen, Kaisern und Königinnen, mit denen die Herren von Andechs verwandt waren, von kostbaren Reliquien, der Zerstörung der Burg und der Gründung des Klosters im Jahre 1455 durch Nikolaus von Kues und Herzog Albrecht III.
Das allem Anschein nach 1472 in Augsburg entstandene Werk ist aus mehreren Gründen höchst bemerkenswert. Es stellt die erste gedruckte Klosterchronik der Welt dar und zeigt auf, wie wichtig den Mönchen des jungen Reformklosters ihre Chronistik war. Es lässt erkennen, dass Augsburg in den 70er Jahren des 15. Jahrhunderts eine der wenigen Hochburgen des jungen Buchdrucks war, und macht die enge Verbundenheit des neuen Handwerks mit den Kirchenreformern dieser Zeit sichtbar. Auch der zögerliche Übergang von der Handschrift zum Buch in seiner heutigen Form wird deutlich.

Biographie

Toni Aigner, der ehemalige Rektor der Carl-Orff-Volksschule Andechs, hat nach seiner Pensionierung an der Ludwig-Maximilian-Universität München ein Studium der Mittelalterlichen Geschichte absolviert. Das vorliegende Werk stellt seine gekürzte Magisterarbeit dar. Zur Zeit arbeitet er an seiner Dissertation.

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